Der Übergang vom Kindergarten zur Grundschule ist von entscheidender Bedeutung, da er einen wichtigen Meilenstein im Leben eines Kindes markiert. Ein gut gestalteter Übergang kann dazu beitragen, dass Kinder sich sicher und unterstützt fühlen, wenn sie den neuen Schritt in ihrer Bildungsreise machen.
Für die Kinder, die als Schulneulinge unsere Schule besuchen werden, beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der – trotz guter und intensiver Zusammenarbeit mit den umliegenden Kindertagesstätten – eine Menge Neues mit sich bringt.
Die neuen Kinder brauchen Zeit und Zuwendung, um sich an ihren neuen Lebens- und Erfahrungsraum zu gewöhnen und sich in ihm zurechtzufinden. Jedes Kind soll sich angenommen fühlen.Bevor die Kinder ihre ersten Schultage gemeinsam verbringen, haben die Schulneulinge und ihre Eltern im Idealfall schon vielfältige Erfahrungen mit der Schule gemacht:
• Die Eltern besuchen den Informationsabend für Eltern von Vierjährigen.
• Im späteren Verlauf findet eine Sprachstandserhebung (Delfintestung) der 4jährigen, die keinen Kitaplatz haben, statt.
• Tag der offenen Tür – Eltern können mit ihren Vorschulkindern an einem Samstag im Herbst in die Schule kommen und einen Einblick über das Schulgeschehen und unsere Schule erhalten.
• Im Oktober / November finden die Schulanmeldungen für das kommende Schuljahr statt. Die Eltern melden ihre Kinder an der Schule (und ggf. OGTS) an. Mit den Kindern wird ein Schulspiel (Sozialpädagogische Diagnostik) durchgeführt. Über das Ergebnis wird im Anschluss mit den Eltern gesprochen und sie erhalten eine Informationsbroschüre mit Ideen, um Vorläuferfähigkeiten zu schulen.
• Vom Gesundheitsamt werden die zukünftigen Schulneulinge zur schulärztlichen Untersuchung eingeladen.
• Nach den Anmeldungen nehmen die Schulsozialpädagogen Kontakt zu den Kindergärten auf, um die Kinder in ihrer vertrauten, alltäglichen Umgebung zu besuchen.
• Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass auch die umliegenden Kitas mit ihren Vorschulkindern zu Besuch kommen, um am Unterricht einer Schulklasse teilnehmen zu können.
• Außerdem gehen im Laufe des Jahres Schulklassen mit verschiedenen Vorlese- und Bastelangeboten in die umliegenden Kitas.
• Die zukünftigen Schulneulinge erhalten zwischen Ostern und Sommer eine Einladung zur Schnupperstunde mit den geplanten Lehrkräften der ersten Klassen.
• Vor den Sommerferien haben die Eltern die Möglichkeit, einen Infoabend zu besuchen. Hier können noch offene Fragen der Eltern geklärt werden
• 6 – 8 Wochen vor Schulbeginn erhalten die Kinder einen Brief der Lehrer, in dem sie sich ihnen vorstellen. Dieser Brief enthält zudem eine Anschaffungsliste für Arbeitsmaterialien und den Ablauf des ersten Schultages.
• Einen Tag vor der Einschulungsfeier haben Eltern die Möglichkeit, die angeschafften Materialien für ihr Kind bei den Lehrkräften abzugeben. Hier ist ein kurzer persönlicher Kontakt zwischen Lehrkräften, Schulneulingen und Eltern möglich.
• Einschulung
Nach den Sommerferien beginnt der Alltag der Schulneulinge mit dem Einschulungstag, der mit einem Gottesdienst beginnt. Anschließend gestalten die Kinder der Klassen zwei bis vier auf dem Schulhof eine kleine Feier für die neuen Schüler. Danach gehen die Schulneulinge erstmals in ihre Klassen und erleben eine Stunde Unterricht mit ihren neuen Lehrern. Den Eltern und ihren Gästen werden in der Zwischenzeit durch Mitglieder des Fördervereins Kaffee und Kuchen gereicht.
Die Schulneulinge finden im Unterricht offene Lern- und Handlungsangebote, die ein Anknüpfen an Vertrautes ermöglichen. Viele Rituale (Morgenkreis, Vorlesen, gemeinsames Singen und Spielen…) werden mit Neuem, z.B. dem zielbewussten Lernen und dem Einhalten von zeitlichen Strukturen, verknüpft.
